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Keltenmuseum Hallein
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02/25/25
Online-Sammlung
Das Keltenmuseum Hallein verwahrt neben einzigartigen archäologischen Funden vom Dürrnberg auch zahlreiche Objekte zur Stadt- und Landesgeschichte. Vom 13. bis zum 18. Jahrhundert war die Saline Hallein – mit Bergwerk, Sudhäusern, Verpackungs- und Lagerstätten – der wichtigste Wirtschaftsstandort des Fürsterzbistum Hallein. Etwa zwei Drittel der Landeseinkünfte wurden über den Salzhandel gedeckt und die Bedeutung der Salinenstadt war dementsprechend groß.
Die salinarischen Akten und Objekte, wie Rechnungen, Pläne, Berichte, Korrespondenzen und Modelle aufwendiger Apparaturen, erzählen von der Entwicklung und dem Ausbau der Salzproduktion bis in das 20. Jahrhundert. Etwa 900 Salinenpläne zeigen technische Anlagen, Arbeiterwohnhäuser, Brückenbauten und Eisenbahnanschlüsse. Diese detaillierten Zeichnungen verdeutlichen die technischen Fortschritte in der Zeit der industriellen Revolution. Darüber hinaus enthalten die ca. 1000 Akten (Rechnungen, Ansuchen, Bescheide, etc.) Informationen über den Salzverkauf und den weitreichenden Handel.
Durch Zeitzeugeninterviews werden Details zur Schließung der Saline 1989 vermittelt. Fachmännische Erklärungen von Salinenmodellen durch einen ehemaligen Bergknappen ergänzen die Objekte, die in hochwertigen Filmaufnahmen dokumentiert wurden.
Das Projekt "Historisches Salzwesen" in Hallein konnte durch eine Förderung des Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport sowie durch das Projekt NextGeneration EU realisiert werden. Im Zeitraum von Juli 2023 bis Februar 2025 wurden 22 Filme und Interviews erstellt, 11 3-D-Modelle generiert und 2.195 Pläne und Akten gescannt, inventarisiert und in die neue Online-Sammlung eingepflegt. Die Daten werden nun in den österreichischen Kulturpool und die Europeana integriert und sind für Wissenschaftler*innen und Interessierte auf der ganzen Welt verfügbar.